Mit der CER-Richtlinie und dem KRITIS-Dachgesetz wird Resilienz zur konkreten Gestaltungsaufgabe für Gebäude, Quartiere und kritische Infrastruktur.
Ein neuer regulatorischer Rahmen
Die europäische CER-Richtlinie (Critical Entities Resilience) und das deutsche KRITIS-Dachgesetz reagieren auf eine veränderte Bedrohungslage. Physische und digitale Gefährdungen werden erstmals gemeinsam betrachtet – von Cyberangriffen und Sabotage bis zu Naturkatastrophen und menschlichem Versagen. Zugleich erweitert sich der Kreis der betroffenen kritischen Sektoren deutlich.
Resilienz beginnt beim Bauen
Für die Bau- und Immobilienwirtschaft ist das mehr als eine regulatorische Anforderung. Resilienz muss von Anfang an mitgeplant werden: durch redundante Energie- und Wasserversorgung, geschützte kritische Standorte, robuste Lieferketten und Flächen, die auch im Krisenfall funktionsfähig bleiben. Wer Gebäude und Quartiere plant, entwickelt oder betreibt, gestaltet damit auch die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen, Kommunen und Regionen. Resilienz wird gebaut – nicht nur verordnet.
Von der Pflicht zur Chance
Wer physische Sicherheit, Cybersecurity und organisatorische Vorsorge frühzeitig zusammendenkt, schafft nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern erhöht auch die Zukunftsfähigkeit von Immobilien und Quartieren. Resilienz wird damit zum Qualitätsmerkmal und strategischen Erfolgsfaktor.
Save the Date: Konferenz RESILIENT SOCIETY
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der RESILIENT SOCIETY am 18. September 2026 im Hotel Kieler Yacht-Club in Kiel. Die Konferenz bringt Entscheiderinnen und Entscheider aus Bauwirtschaft, Kommunalpolitik, Sicherheitsbehörden und Wissenschaft zusammen, um konkrete Antworten für Gebäude, Quartiere und kritische Infrastruktur zu entwickeln.
Programm und Anmeldung: Website.
Quelle: Miriam Rauh, „Resilienz wird zur Führungsaufgabe“, Fokus Online / Handelsblatt-Themenspecial, 22.07.2026: fokus.swiss/business/it/cer-resilienz-wird-zur-fuehrungsaufgabe
